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Das Telefon - Ein Wunder im 19. Jahrhundert
Das Telefon ist heute ein nicht mehr wegzudenkendes Mittel der Massenkommunikation. Bereits 1854 verfasste der Pariser
Telegrafenbeamte Charles Bourseul (1829-1912) ein Referat über die elektrische Sprachübertragung. Drei Jahre zuvor hatte der Frankfurter Physikalische Verein den 17jährigen hessischen Bäckerssohn Philipp Reis aufgenommen, der wenig später eine der größten Erfindungen des 19. Jahrhunderts machte. Er baute 1860 das erste - noch sehr primitive - Telefon der Welt. Er simulierte das Trommelfell seines Ohrmodells, indem er daran ein Stück Wursthaut befestigte, deren Schwingungen von einem feinen Platinstreifen und einer Feder abgetastet wurden. Die wirkliche Realisierung der Idee gelang Alexander Graham Bell sechzehn Jahre später: Er erkannte, dass Sprache nicht durch einfache Unterbrechungen eines Stromflusses transportiert werden kann, sondern dass hierzu eine fortdauernde Änderung des Stromes nötig ist. Er machte sich daran, einen Apparat zu bauen, der die Schwingungen einer Membran in elektrische Schwingungen umwandelte.
Bell gründete er 1877 die Bell Telephone Association, die in den USA den Bau eines Fernsprechnetzes übernehmen sollte. In Deutschland hatte seit der Erfindung durch Philipp Reis keine weitere Entwicklung des Telefons stattgefunden. Erst 1877, als mit dem Vertrieb des Bell-Telefons begonnen wurde, interessierte man sich wieder dafür. Der Berliner Generalpostmeister Heinrich von Stephan baute 1876/77 eine zwei Kilometer lange Telefonverbindung. Siemens & Halske produzierten in der Folge täglich 200 Telefone, bald auch für Privathaushalte. Bis in die 60er Jahre änderte sich die Funktionsweise der Telefone kaum. Erst in den 70er Jahren kam mit zunehmendem Wohlstand der Wunsch nach neuen Farben und Designs auf. Ab diesem Zeitpunkt begannen sich die Telefone auch technisch ständig weiter zu entwickeln. Rufnummernspeicher und Displays, elektronische Ruftönen und Freisprechfunktion kamen auf. Mitte der achtziger Jahre entstanden die ersten schnurlosen Telefone. Mikroelektronik und neue Fertigungsmethoden machten es möglich, die heutigen Handys zu bauen, die die Leistungsfähigkeit von kleinen Computern besitzen, bis hin zum Internetbetrieb. |
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Tipps und Tricks |  |
Alexander Graham Bell
"Ein" Erfinder des Telefons
Alexander Graham Bell (* 3. März 1847 in Edinburgh, Schottland, † 2. August 1922 in Baddeck, Kanada) war ein US-amerikanischer Erfinder. 1870 wanderte er nach Kanada aus und ein Jahr später in die USA. 1882 erhielt er die amerikanische Staatsbürgersschaft. Bell, der Stimmphysiologe und Lehrer für Gebärdensprache für Taustumme war, stellte 1876 erstmals ein Telefon vor, das eine gute Sprachübertragung ermöglichte. Sein erstes Telefonat führte er am 10. März 1876 mit seinem Mitarbeiter, der im Nebenraum saß. Bell hatte an seinem Telefon in den Werkstätten des Hobbyerfinders Antonio Meucci, der vergeblich versucht hatte, ein Patent für seine eigene Telefonentwicklung zu erreichen, gearbeitet. Da die Pläne und Unterlagen von Meucci dort lagerten, liegt der Verdacht nahe, dass Bell nur aus diesem Grunde sein eigenes Telefon so schnell patentreif machen konnte.
Meucci konnte davon nicht profitieren, erhielt von Bell weder Abfindung noch Anerkennung und starb verarmt. Der Erfinder Elisha Grey meldete sein Patent für ein ähnliches Gerät nur 2 Stunden später als Bell an und hatte das Rennen verloren, obwohl sein Telefon technisch ausgereifter war. Alexander Graham Bell erfand u.a. das Audiometer zum Messen der Gehörleistung, eine Induktionswaage zum Aufspüren metallischer Gegenstände im menschlichen Körper, eine Wachswalze zum Aufzeichnen von Lauten und flugtechnische Geräte. Die Einheit Bel als Lautstärkemaß (Dezibel) wurde nach ihm benannt. Sitemap
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